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Universität Hamburg an Satelliten-Projekt beteiligt

Der neunte „Earth Explorer“-Satellit der ESA wird erstmals die Erdatmosphäre mithilfe von besonders langwelliger Infrarotstrahlung vermessen. Die Universität Hamburg ist eine von 13 Partnerorganisationen des Projektes.

Das geplante Projekt Forum („Far-infrared-Outgoing-Radiation Understanding and Monitoring“) hat zum Ziel, die Klimawirkung von Wolken und Gasen in der Atmosphäre im Infrarotbereich des Lichtspektrums direkt zu beobachten. Verwirklichen soll dies der neue Satellit der European Space Agency (ESA), dessen Daten von Hamburger Forschern ausgewertet werden.

Wie viel Sonnenstrahlung erreicht die Erde, wie viel Energie nimmt die Atmosphäre auf und welcher Anteil wird am Ende wieder in den Weltraum reflektiert? Das neue Fern-Infrarotverfahren soll vor allem detailliertere Informationen über die ausgehende Strahlung liefern.

Die neue Mission hilft, Messungen der insgesamt abgestrahlten Energiemenge, die in Klimamodellen aktuell verwendet werden, zu überprüfen und zu verfeinern. Dafür messe Forum erstmals die exakte Strahlungsintensität bei mehreren tausend Einzelfrequenzen im fernen Infrarot und liefere dadurch ein ungleich detaillierteres Bild. Die Rückkopplungen durch Wasserdampf und Wolken sind die wichtigsten im Klimasystem, und sie geschehen zu einem großen Teil im Bereich des Ferninfrarot.

Die Earth Explorer Missionen sind Teil des „ESA Living Planet Programms“. In Abstimmung mit internationalen Wissenschaftlern werden die Atmosphäre, die Biosphäre, die Ozeane, Eisschilde und das Erdinnere untersucht. Ziel ist ein besseres Verständnis des Erdsystems. Der Satellit startet voraussichtlich 2026 und wird dann mindestens vier Jahre lang Daten liefern.

Weitere Informationen unter www.uni-hamburg.de

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PR/as
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GeodäsieGeoinformationGeoGeoinformatikGISatellitESAUniversität Hamburg