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20.11.2020 Fachbeiträge

Bei BIM müssen alle an einem Strang ziehen

Da ist noch viel Luft nach oben: Nur langsam etabliert sich Building Information Modeling (BIM) als Methode der vernetzten Bauplanung, -ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken. Dabei gibt es heute digitale Technologien, mit denen Unternehmen ihre Workflows in BIM schneller, effizienter und profitabler abwickeln könnten. Davon ist Wolfgang Bücken, Business Development & Key Account Manager DACH bei Topcon Deutschland Positioning, überzeugt.

Herr Bücken, wie steht es um BIM in der Baubranche?

Es ist nach wie vor ein Mittel zum Wandel, ein Wegbereiter in der Baubranche und muss sich als Prozess weiterentwickeln. Es wird aber noch dauern, bis der gesamte Lebenszyklus eines Bauobjekts abgebildet werden kann. Einige BIM-Schlüsselprinzipen, wie modellbasierte Arbeiten, werden im Alltag schon als ‚business as usual‘ betrachtet. Unstrittig ist auch der Mehrwert von BIM für die Realisierung gut abgestimmter, umsetzbarer Planungsmodelle. Die Herausforderung besteht darin, allen Beteiligten diese Wertigkeit von der Konstruktionsphase bis hin zum Vermögenseigentum zu verdeutlichen.

Wird BIM so genutzt, wie es sollte?

BIM schöpft bisher sein volles Potenzial nicht aus. Das liegt daran, dass es neben fortschrittlichen Gewerken oder Industriezweigen, die auf Automatisierung und Workflow-Optimierung setzen, andere gibt, die BIM noch ablehnen. Solange aber nicht alle an einem Strang ziehen, wird sich das Potenzial nie voll ausgeschöpfen lassen.

Dabei werden vermehrt digitale Technologien eingesetzt, um BIM-Daten und räumliche Informationen zielgerichtet zu nutzen. Topcon konzentriert sich u. a. zum Beispiel darauf, Planungsdaten allen Beteiligten schnell und aktuell bereitzustellen. Wir unterstützen beispielsweise unsere Kunden dabei, autonome oder mit Assistenzsystemen ausgestattete Baumaschinen möglichst effizient einzusetzen. Wir bieten heute bereits Lösungen, die so in den Prozessablauf integriert sind, dass schon in der Bauphase der Abgleich mit dem Planungsmodell gelingt, und das in nahezu Echtzeit. Dies sind einige zentrale Aspekte, um BIM zu realisieren.

Was ist zu tun?

Nur für einen Teil der Beschäftigten ist BIM heute Realität, denn um es zu etablieren, müssen Firmen Zeit und Geld in Technologien investieren, die ihre Workflows besser unterstützen. Das kann eine Hürde darstellen. Die Technologien sind jedoch wichtig, um effizientere Zuliefer- und Arbeitsmethoden mit minimalem Aufwand umzusetzen. Ich denke, wer in BIM investiert, wird seine Projekte in Folge schneller, effizienter und gewinnbringender abwickeln.

Ein gutes Beispiel dafür ist die automatische Maschinensteuerung X-53x für Bagger, durch deren Einsatz sofort eine höhere Effizienz realisiert werden kann. Topcon bietet weitere Lösungen, die eine effiziente Baukoordination ermöglichen, wie den Verifizierungs-Workflow mit der Robotik-Totalstation GTL-1000, der dem Bauleiter präzise Bauverifizierungsdaten liefert. Ohne diese Verifizierung nimmt der Modellwert über einen Projektzeitraum kontinuierlich ab und macht es so fast unmöglich, dem Kunden am Ende ein reales BIM-Modell zu überlassen.

Woran arbeitet Topcon bei BIM?

Einen großen Fokus legen wir auf die Prozessoptimierung, einen weiteren auf die nahtlose Eingliederung von unseren Lösungen in existierende Systeme zum Informationsaustausch in Projektteams. Unsere Systeme sind extrem offen, daher gliedern wir uns sehr gut in bestehende Topologien aus Hard- und Software ein und gewährleisten so verlustfreien Datenfluß mit anderen Technologieherstellern für effiziente Workflows.

Wir arbeiten an neuen Lösungen, die zum Beispiel die Baustellensicherheit oder die Informationssammlung und -interpretation der Kunden verbessern. Dabei bleiben wir uns treu: Wir wollen nicht nur unser existentes Lösungs-Portfolio weiterentwickeln, sondern auch die nächste Technologiegeneration auf den Weg zu bringen.

3499 - Bei BIM müssen alle an einem Strang ziehen
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BIMBuilding Information ModelingBauindustrieBaubranche